Was ist eine Schalmei ?

Die Schalmei ist ein transponierendes Blechblasinstrument. Transponierend deshalb, weil es in einer anderen Tonart klingt, als es notiert wird. So erklingen z. B. Sopran, Alt und Bariton in G-Dur während sie in F-Dur notiert sind. Der Tonumfang hingegen ist viel mehr eine Auswahl der C-Dur Tonleiter.
Je nach Besetzung des Orchesters wird auf verschiedenen Instrumenten, die durch unterschiedliche Stimmlagen und Bauformen gekennzeichnet sind, gespielt. Neben den oben genannten Sopran-, Alt- und Bariton-Schalmeien (diatonisch und chromatisch) gibt es noch verschiedene Bass- (4-und 8-tönig), Akkordbegleitungs-Schalmeien (4- und 8- tönig) sowie Tenor-Schalmeien.

Woher kommt die Schalmei ?

Die Schalmei (von lat. calamus=Holm, Rohr, auch Schalmay, Ciamarella, Kalamaia, Pommer)
ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt. Der Name stammt aus dem antiken Griechenland.
Das Prinzip der Tonerzeugung ist schon uralt: Ein Schilfrohr wird so geschnitten und gebunden, das ein schmaler ovaler Spalt entsteht, durch den die Luft gepresst und zum vibrieren gebracht wird.

 

 

Sopran

Seit dem Mittelalter war die Schalmei vor allem bei Hirten in ganz Europa verbreitet. Sie wird als primitives Volksinstrument mit trichterförmiger Gestalt beschrieben.
Das Prinzip der Tonerzeugung mittels Rohrblatt ist es, was die heutige Spielleute- Schalmei mit der Ursprungsschalmei gemein hat. Um 1900 entwickelte Max B. Martin als Warninstrument für Autos eine Schallbechertrompete, das sogenannte Martinshorn. Dabei hat er das Rohrblatt durch ein Metallrohrblatt ersetzt. Die Kombination 4 dieser Schallbecher zu einem Instrument ging als sogenannte Kaiserfanfare in die Geschichte ein. 1905 baute Martin eine 8-tönige Version, welche als Martin-Trompete bekannt wurde. Durch die diatonische Zusammenstellung von 8 Schallbechern war die Möglichkeit, eine Melodie mit nur einem Instrument zu spielen, gegeben.

 

Bariton

Das Funktionsprinzip unserer heutigen Schalmei !

Die gebündelten Schallbecher werden über ein Mundrohr angeblasen. Der Luftstrom wird durch ein Ventilmechanismus in den jeweiligen Schallbecher geleitet.

Der Ton der Schalmei wird über Stimmzungen aus Metall, die am unteren Ende jedes Schallbechers befestigt sind, erzeugt. Diese Metallzungen übernehmen die Aufgabe der Lippen. (z.B. wie bei der Trompete)
Nachteil:
- Der Tonumfang ist auf 8 Töne beschränkt.
- Die Instrumente sind sehr schwer.
Heutzutage werden die diatonischen Schalmeien immer mehr von chromatischen Instrumenten abgelöst, auf denen man 16 Töne (Tonleiter in Halbtonschritten) spielen kann. Damit ist es möglich viele Musikstücke exakter umzusetzen.

 

Alt

 

 

Letzte Aktualisierung: 23.12.2014 10:04:07